Model Guide
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Der BIG JAGS - Model Guide
Hier sind die Details, die bei der Unterscheidung der Baureihen helfen.
Achtung: Bei den Modellbezeichnungen findet mansowohl römische als auch arabische Ziffern.
[Chassis-Baureihe
MkVII - MkIX]
[Monocoque-Baureihe
Mk10 - 420G]
[Warum
kein JAGUAR Mk VI]
[JAGUAR
420G <Unterscheidung> JAGUAR 420]
Zwei Baureihen der großen JAGUARs
Der BIG JAGS - Model Guide befasst sich hauptsächlich
mit den"äußeren" d.h.
von außen erkennbaren Unterscheidungsmerkmalen zweier sehr unterschiedlicher
Big Saloon -Baureihen der 50er und 60er Jahre.
Die "inneren", versteckten technischen Unterschiede sind in der
JAGUAR-Fachliteratur hinreichend beschrieben.
| Die Rückseite des Buches "Jaguar Mk VII . VIII . IX . X .
420G Gold Portfolio" (siehe Literatur) zeigt genau, was die zentralen Themen dieser Webseite sind: |
![]() Abb: Buchrückseite Jaguar MkVII - 420G Gold Portfolio |
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| Baureihe Mark 7 bis 9:
Foto eines Mark VII |
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Baureihe Mark 10 bis 420G: Foto eines 420G |
Die Chassis-Baureihe Mark VII - Mark IX (1950 - 1961)
Die größte Nachkriegs-Chassis-Baureihe basierte auf dem ersten Nachkriegs-JAGUAR, dem Mk V, der sich nur unwesentlich
von dem letzten SS-Jaguar Vorkriegsmodell (später Mk IV genannt) unterschied.
Sie hatte deshalb auch noch einen separaten Rahmen (Chassis) unter ihrer Karosserie.
Ihre beeindruckende Erscheinung wurde oft mit Bentley verglichen, jedoch wurde
sie in der Literatur als "sportlicher" bezeichnet.
JAGUAR Mk VII (Oktober 1950 - September 1954)
Die erste Chassis-Serie hieß Mark 7 und die Unterscheidungsmerkmale waren -
geteilte Frontscheibe
komplette Abdeckung
der Hinterräder (Spats)
Luftklappen
seitlich hinter Vorderrädern
dreigeteilte
Scheinwerfer
kleine Heckleuchten
schmaler Kühlerrahmen
mit SS-Jaguar-Markenzeichen
Winker als
Fahrtrichtungsanzeiger
eingebaute
Zusatzscheinwerfer unter den Hauptscheinwerfern
Trommelbremsen
Einfarbenlackierung
JAGUAR Mk VIIM (Oktober 1954 - Juli 1957)
Die zweite Chassis-Serie hieß Mark 7M ( M für modified) und die Unterscheidungsmerkmale waren -
geteilte Frontscheibe
komplette Abdeckung
der Hinterräder
kleine Heckleuchten
ungeteilte
Scheinwerfer
Blinker statt
Winker
runde Horn-Ziergrills
unter den Scheinwerfern
separate Zusatzscheinwerfer
auf der Stoßstange
Trommelbremsen
Einfarbenlackierung
JAGUAR Mk VIII (Oktober 1956 - Dezember 1959)
Die dritte Chassis-Serie hieß Mark 8 und die Unterscheidungsmerkmale waren -
ungeteilte
Frontscheibe
ausgeschnittene
Abdeckung der Hinterräder
geschwungene
seitliche Chromzierleisten
kleine Heckleuchten
breitere Kühlermaske
mit Markenzeichen
runde Horn-Ziergrills
separate Zusatzscheinwerfer
auf der Stoßstange
Trommelbremsen
Zweifarbenlackierung
auf Wunsch
JAGUAR Mk IX (Oktober 1958 - September 1961)
Die vierte Chassis-Serie hieß Mark 9 und die Unterscheidungsmerkmale waren -
ungeteilte
Frontscheibe
ausgeschnittene
Abdeckung der Hinterräder
geschwungene
seitliche Chromzierleisten
größere
verchromte Heckleuchten (bei späten Mk IX)
runde Horn-Ziergrills
separate Zusatzscheinwerfer
auf der Stoßstange
Scheibenbremsen
Zweifarbenlackierung
auf Wunsch
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Die Monocoque-Baureihe (1961-1971)
JAGUAR Mk X und JAGUAR 420G
Die nachfolgende Monocoque-Baureihe war eine komplette Neuentwicklung mit einer der ersten selbsttragenden Jaguar-Karosserien. Diese war im Vergleich zum Vorgänger wesentlich flacher, gestreckter und eleganter gestaltet worden.
JAGUAR Mk X 3.8 (Oktober 1961 - August 1964)
Die erste Monocoque-Serie hieß Mark 10 und die Unterscheidungsmerkmale waren -
ohne seitliche
Chromzierleisten
ungeteilter
Kühlergrill
Armaturenbrett
ohne Polsterung
JAGUAR Mk X 4.2 (Oktober 1964 - Dezember 1966)
Die zweite Monocoque-Serie hieß Mark 10 4.2 und die Unterscheidungsmerkmale waren -
Karosserie
wie Mark X
äußere
Unterscheidung zum 3.8ltr nur durch Typenschild auf Kofferraumdeckel
JAGUAR 420G (Oktober 1966 - Juni 1970)
Die dritte Monocoque-Serie hieß 420G und die Unterscheidungsmerkmale waren -
Karosserie
wie Mark X
seitliche Chromzierleisten
mit integrierten vorderen Blinkleuchten
verstärkte
Mittelstrebe im Kühlergrill
gepolsterte
Armaturenbrettabdeckung mit integrierter zentraler Zeituhr
Zweifarbenlackierung
auf Wunsch
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Warum gab es
keinen JAGUAR Mk VI ?
Nach dem Jaguar Mk V (1948-1951) übersprang Jaguar die nachfolgende Ziffer.
Als Grund wird vermutet, dass bei der Vorstellung des Jaguar Mk VII bereits
der Bentley Mk VI auf dem Markt war und da
der Jaguar Mark VII unzweifelhaft große Ähnlichkeiten zu diesem
Bentley zeigte, wollte man Verwechslungen vermeiden.
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![]() |
| Jaguar Mk 7 | Bentley MK 6 |
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Unterscheidung zwischen
JAGUAR 420 und JAGUAR 420G
In schlecht recherchierten Automobil-Magazinen, Jaguar-Magazinen und sogar in Jaguar-Büchern
wird man leider mit Verwechslungen des Jaguar 420 und des 420G
konfrontiert. Es handelt sich jedoch um völlig unterschiedliche
Modelle.
Die äußere Unterscheidung kann mit einem schnellen Blick erfolgen, man sollte nur ein Augenmaß für Karosserie-Dimensionen
und Karosserie-Proportionen haben.
| Foto zeigt kleineren Jaguar 420 im Vordergrund und den größeren Jaguar 420G im Hintergrund | ![]() |
Der JAGUAR 420G
(66 – 71) - der "Big Gee"
Der JAGUAR 420G
als Nachfolger des JAGUAR Mk X besaß
dessen riesige Monocoque-Karosse und unterschied sich bis auf von interne
Detais nur durch den neuen Namen, der den vergrößerten Hubraum betonte und der zwecks
Unterscheidung vom kleineren 420 ein "G"
für "Grand" erhielt. Oder sollte es vielleicht sogar "Giant"
heißen? Spitzname war jedenfalls "Big Gee"
(siehe Patten parties to Goodwood).
Der JAGUAR 420 (66 – 68) - der "Fourtwenty"
Der wesentlich kleinere JAGUAR 420 entstand später, indem man
dem Jaguar S-Type eine neue Nase montierte, welche dem 420G ähnelte. Der S-Type basierte jedoch auf der wesentlich kleineren Sport-Limousine
Mark II, dem man nachträglich eine aufwändigere Hinterachse implantiert hatte. Deshalb ist der Größenunterschied
bereits aus größerer Distanz erkennbar.
Lyons Original 420G und Leyland Kopie 420
Im direkten Vergleich erkennt man deutlich das Lyons-Original JAGUAR 420G und die kleinere Leyland-Kopie JAGUAR 420. Die seitlichen Linien und Proportionen des JAGUAR
420G sind bedingt durch die größeren
Abmessungen gestreckter als die des JAGUAR 420.
Der 420G ist das
Werk eines Genies – aus einem Guss – niemand konnte so geniale Linien zeichnen wie
Sir William Lyons.
Der 420 dagegen musste als ein "vorne
und hinten vergrößerter Mark II" gewisse gestalterische Kompromisse eingehe. Er war jedoch für seine Fans ebenso ene Schönheit wie jeder andere
Jaguar.
Sehr gelungen ist z.B. die attraktive Frontansicht, die quasi die folgende
XJ-Serie 1 vorweg nahm. Da der "Fourtwenty" mit einer respektablen
Motorisierung aufwarten konnte, war er mit seinem geringerem Gewicht und seinen
kompakteren Abmessungen zweifelsfrei der sportlichere dieser beiden JAGUAR unseres Vergleiches.
Unterscheidungsmerkmale 420 vs 420G
Unterscheidungsmerkmale des kleinen 420 -
| 420 mit sichtbarer B-Säule | |
| 420 mit rechteckigen Horn-Ziergrills | |
| 420 mit seitlichen Tankklappen | |
| 420 mit Motorhaube | |
| 420 ohne seitliche Chrom-Zierleisten | |
| 420 ohne Picknick-Tische in den Rückenlehnen der Vordersitze |
Unterscheidungsmerkale des großen 420G -
| 420G ohne sichtbarer B-Säule | |
| 420G mit runden Horn-Ziergrills (wie Mk9) | |
| 420G mit oben liegenden Tankkklappen | |
| 420G mit nach vorn klappbarem Vorderteil (ähnlich E-Type) | |
| 420G mit seitlichen Chrom-Zierleisten | |
| 420G mit Picknick-Tischen in den Rückenlehnen der Vordersitze |
Foto zeigt 420 mit seitlicher Tankklappe und sichtbarer B-Säule |
![]() |
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