Model Guide

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Der BIG JAGS - Model Guide (Unterscheidung)

Achtung:
Bei den Modellbezeichnungen findet man römische und arabische Ziffern.


[Chassis-Baureihe Mk7 - Mk9]
[Monocoque-Baureihe Mk10 - 420G]
[Warum kein JAGUAR Mk VI]
[JAGUAR 420G <Unterscheidung> JAGUAR 420]

 

Auf youtube sind zu den Big Jaguar Saloons diverse mehr oder weniger gute Videos eingestellt, die unter den folgenden Suchbegriffen zu finden sind :

Jaguar Mk 7, Jaguar Mk 8, Jaguar Mk 9, Jaguar Mk 10, Jaguar 420 G



Zwei große JAGUAR-Baureihen

Der BIG JAGS - Model Guide befasst sich hauptsächlich mit den"äußeren" d.h.
von außen erkennbaren Unterscheidungsmerkmalen zweier sehr unterschiedlicher
Big Saloon -Baureihen der 50er und 60er Jahre.
Die "inneren", versteckten technischen Unterschiede sind in der JAGUAR-Fachliteratur hinreichend beschrieben.

Die Rückseite des Buches "Jaguar Mk VII . VIII . IX . X . 420G Gold Portfolio"
(siehe Literatur) zeigt genau, was die zentralen Themen dieser Webseite sind:
 
  Jaguar MkVII - 420G Gold Portfolio
Abb: Buchrückseite Jaguar MkVII - 420G Gold Portfolio
Baureihe Mark 7 bis 9:
Foto eines Mark VII

 

 
Baureihe Mark 10 bis 420G:
Foto eines 420G


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Die Chassis-Baureihe Mark VII - Mark IX (1950 - 1961)

Die Chassis-Baureihe basierte auf dem JAGUAR Mk V, der sich nur unwesentlich von dem letzten SS-Jaguar Vorkriegsmodell (später Mk IV genannt) unterschied und hatte deshalb noch einen separaten Rahmen (Chassis) unter ihrer Karosserie.
Ihre beeindruckende Erscheinung wurde oft mit Bentley verglichen, jedoch wurde sie in der Literatur als "sportlicher" bezeichnet.

JAGUAR Mk VII (Oktober 1950 - September 1954)
 geteilte Frontscheibe
 komplette Abdeckung der Hinterräder (Spats)
 Luftklappen seitlich hinter Vorderrädern
 dreigeteilte Scheinwerfer
 kleine Heckleuchten
 schmaler Kühlerrahmen mit SS-Jaguar-Markenzeichen
 Winker als Fahrtrichtungsanzeiger
 eingebaute Zusatzscheinwerfer unter den Hauptscheinwerfern
 Trommelbremsen
 Einfarbenlackierung

JAGUAR Mk VIIM (Oktober 1954 - Juli 1957)
 geteilte Frontscheibe
 komplette Abdeckung der Hinterräder
 kleine Heckleuchten
 ungeteilte Scheinwerfer
 Blinker statt Winker
 runde Horn-Ziergrills unter den Scheinwerfern
 separate Zusatzscheinwerfer auf der Stoßstange
 Trommelbremsen
 Einfarbenlackierung

JAGUAR Mk VIII (Oktober 1956 - Dezember 1959)
 ungeteilte Frontscheibe
 ausgeschnittene Abdeckung der Hinterräder
 geschwungene seitliche Chromzierleisten
 kleine Heckleuchten
 breitere Kühlermaske mit Markenzeichen
 runde Horn-Ziergrills
 separate Zusatzscheinwerfer auf der Stoßstange
 Trommelbremsen
 Zweifarbenlackierung auf Wunsch

JAGUAR Mk IX (Oktober 1958 - September 1961)
 ungeteilte Frontscheibe
 ausgeschnittene Abdeckung der Hinterräder
 geschwungene seitliche Chromzierleisten
 größere verchromte Heckleuchten (bei späten Mk IX)
 runde Horn-Ziergrills
 separate Zusatzscheinwerfer auf der Stoßstange
 Scheibenbremsen
 Zweifarbenlackierung auf Wunsch
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Die Monocoque-Baureihe (1961-1971)
JAGUAR Mk X und JAGUAR 420G

Die Monocoque-Baureihe war eine komplette Neuentwicklung mit einer der
ersten selbsttragenden Jaguar-Karosserien, die im Vergleich zum Vorgänger
wesentlich flacher, gestreckter und eleganter gestaltet wurde.

JAGUAR Mk X 3.8 (Oktober 1961 - August 1964)
 ohne seitliche Chromzierleisten
 ungeteilter Kühlergrill
 Armaturenbrett ohne Polsterung

JAGUAR Mk X 4.2 (Oktober 1964 - Dezember 1966)
 äußere Unterscheidung zum 3.8ltr nur durch Typenschild auf Kofferraumdeckel

JAGUAR 420G (Oktober 1966 - Juni 1970)
 Karosserie wie Mark X
 seitliche Chromzierleisten mit integrierten vorderen Blinkleuchten
 verstärkte Mittelstrebe im Kühlergrill
 gepolsterte Armaturenbrettabdeckung mit integrierter zentraler Zeituhr
 Zweifarbenlackierung auf Wunsch

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Warum gab es keinen JAGUAR Mk VI ?
Nach dem Mk V (1948-1951) übersprang Jaguar die nachfolgende Ziffer. Als Grund wird vermutet, dass bei der Vorstellung des Jaguar Mk VII bereits der Bentley Mk VI auf dem Markt war und da der Jaguar Mark VII unzweifelhaft große Ähnlichkeiten zu diesem Bentley zeigte, wollte man Verwechslungen vermeiden.

Jaguar Mk 7 Bentley Mk 6
Jaguar Mk 7 Bentley MK 6

The Poor Man's Bentley
Der Jaguar Drivers' Club Switzerland hat einen speziellen Kommentar zur Jaguar -Bentley-Beziehung auf seinem Download, der auf das gute Preis-Leistungs-Verhältnis und die äußere Ähnlichkeit zur Prestigemarke Bentley verweist:
"The Poor Man's Bentley"


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Unterscheidung zwischen
JAGUAR 420 und JAGUAR 420
G
In Automobil-Magazinen, in Jaguar-Magazinen und sogar in Jaguar-Büchern kann man leider mit Verwechslungen des Jaguar 420 und des 420G konfrontiert werden. Es handelt sich jedoch um völlig unterschiedliche Modelle.
Die äußere Unterscheidung kann erfolgreich mit einem schnellen Blick erfolgen, man sollte nur einen Sinn für Karosserie-Dimensionen und Karosserie-Proportionen haben.

Foto zeigt kleineren Jaguar 420 im Vordergrund und größeren Jaguar 420G im Hintergrund


JAGUAR 420G (66 – 71): Der "Big Gee"
Der JAGUAR 420G als Nachfolger des JAGUAR Mk X besaß dessen riesige Karosse und unterschied sich (bis auf von außen unsichtbare Details) nur durch den neuen Namen, der den Hubraum ausdrückte und zwecks Unterscheidung vom kleineren 420 ein "G" für "Grand" oder "Great" erhielt. Oder sollte es vielleicht sogar "Giant" heißen? Spitzname war jedenfalls "Big Gee" (Patten parties to Goodwood).

JAGUAR 420 (66 – 68) : Der "Fourtwenty"
Der JAGUAR 420 wurde erschaffen, indem man eine neue Nase an einen modifizierten JAGUAR S-Type montierte. Der S-Type basierte jedoch auf der wesentlich kleineren Sport-Limousine Mark II. Deshalb ist der Größenunterschied schon aus größerer Distanz erkennbar.

Lyons Original und Leyland Kopie
Im direkten Vergleich erkennt man deutlich das Lyons-Original und die Leyland-Kopie.
Die seitlichen Linien und Proportionen des JAGUAR 420G sind bedingt durch die größeren Abmessungen gestreckter als die des JAGUAR 420. Der 420G ist das Werk eines Genies – aus einem Guss – niemand konnte es so wie Sir William Lyons. Der 420 musste als "vorne und hinten vergrößerter Mark II" gewisse Kompromisse eingehen, galt jedoch für seine Fans ebenso als Schönheit wie jeder andere Jaguar.
Sehr gelungen ist z.B. die wunderschöne Frontansicht, die quasi die folgende XJ-Serie 1 vorweg nahm. Da der "Fourtwenty" mit einer respektablen Motorisierung aufwarten konnte, war er mit seinem geringerem Gewicht und seinen kompakteren Abmessungen zweifelsfrei der sportlichere JAGUAR .


Unterscheidungsmerkmale 420 vs 420G

  420 mit sichtbarer B-Säule
  420 mit rechteckigen Horn-Ziergrills
  420 mit seitlichen Tankklappen
  420 mit Motorhaube
  420 ohne seitliche Chrom-Zierleisten
  420 ohne Picknick-Tische in den Rückenlehnen der Vordersitze

  420G ohne sichtbarer B-Säule
  420G mit runden Horn-Ziergrills (wie Mk9)
  420G mit oben liegenden Tankkklappen
  420G mit nach vorn klappbarem Vorderteil (ähnlich E-Type)
  420G mit seitlichen Chrom-Zierleisten
  420G mit Picknick-Tischen in den Rückenlehnen der Vordersitze


Foto zeigt 420 mit seitlicher Tankklappe und sichtbarer B-Säule
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Firma H.F. MEYER GmbH & Co KG
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THE BIG JAGUAR Saloons

Die großen Jaguar Limousinen
Mk VII, Mk VIII, Mk IX, Mk X, 420G

Update: Montag, 25.07.2011 - 08:52
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